Initiative FoodCoop 4.0

Initiative FoodCoop 4.0

Selbstorganisierte, regionale Lebensmittelversorgung effizienter gestalten

Initiative FoodCoop 4.0

Selbstorganisierte, regionale Lebensmittelversorgung effizienter gestalten

Was sind FoodCoops?

FoodCoops sind demokratisch organisierte Vereine, die es sich zur Aufgabe machen eine regionale und leistbare Lebensmittelversorgung zu organisieren. 
Mitglieder einer FoodCoop entscheiden gemeinsam, bei welchen Betrieben sie Sammelbestellungen machen wollen. Ihre gewünschten Lebensmittel können sie meistens individuell über ein Online-Tool auswählen, die Gesamtbestellung wird anschließend an die jeweilige Lieferant:in gesendet. Die gelieferten Waren können sich die Mitglieder im FoodCoop-Lagerraum selbst abholen. Eine FoodCoop wird von Mitgliedern ehrenamtlich organisiert, erhebt in der Regel keinen Aufschlag und ist nicht gewinnorientiert.
In Österreich sind seit 2007 über 100 FoodCoops entstanden. Mehr Infos auf foodcoops.at.
FoodCoops sind demokratisch organisierte Vereine, die es sich zur Aufgabe machen eine regionale und leistbare Lebensmittelversorgung zu organisieren.

Mitglieder einer FoodCoop entscheiden gemeinsam, bei welchen Betrieben sie Sammelbestellungen machen wollen. Ihre gewünschten Lebensmittel können sie meistens individuell über ein Online-Tool auswählen, die Gesamtbestellung wird anschließend an die jeweilige Lieferant:in gesendet. Die gelieferten Waren können sich die Mitglieder im FoodCoop-Lagerraum selbst abholen. Eine FoodCoop wird von Mitgliedern ehrenamtlich organisiert, erhebt in der Regel keinen Aufschlag und ist nicht gewinnorientiert.

In Österreich sind seit 2007 über 100 FoodCoops entstanden. Mehr Infos auf foodcoops.at.

Ziel der Initiative FoodCoop 4.0

Unser Ziel sind verbesserte Software-Lösungen, die ehrenamtliches Mitarbeiten in FoodCoops einfacher und effizienter machen.

Nutzen

Prozesse und Aufgaben, an denen mehrere Personen beteiligt sind, übersichtlicher machen.

Mit Automatisierungen den Organisationsaufwand spürbar reduzieren, z.B. beim Aktualisieren von Artikeldaten.

Die Zuverlässigkeit und Korrektheit erhöhen, indem menschliche Fehlerquellen reduziert werden.

Barrieren bei der Teilnahme an FoodCoops abbauen, sodass sie für mehr Menschen zugänglich werden.

Vorstudie

Mit dem Ziel ein nutzer:innenfreundliches Software-Konzept für FoodCoops zu erarbeiten, wurde 2023 von der FoodCoop EggenLend in Kooperation mit der FH JOANNEUM eine von der AK Steiermark geförderte Vorstudie durchgeführt. Im Fokus steht dabei die Optimierung der Aufgabenkoordination sowie die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen innerhalb von FoodCoops.

Bei österreichischen FoodCoops sind bislang die beiden Open-Source-Softwares Foodsoft und FoodCoopShop am weitesten verbreitet. Beide Anwendungen wurden eigens für FoodCoops entwickelt und sind auf die Durchführung von Sammelbestellungen ausgerichtet. Sie enthalten jedoch keine bzw. nur eingeschränkte Funktionen zur Koordination von Abläufen. Außerdem gibt es in FoodCoops viele aufwändige, manuelle Prozesse wie das Abtippen von Preislisten. Da diese Arbeit von Mitgliedern ehrenamtlich bewältigt wird, ist eine Arbeitserleichterung durch Automatisierung anzustreben.

Im Rahmen einer qualitativen Erhebung wurde das Potential einer nutzer:innenfreundlichen Software für FoodCoops sichtbar. Von den zehn FoodCoops, deren Mitglieder an einer österreichweiten Online-Umfrage teilnahmen, sahen alle Teilnehmer:innen bei den bestehenden Softwareangeboten Verbesserungsbedarf. In einer Fokusgruppe mit FoodCoop-Mitgliedern wurden die Ergebnisse aus der Befragung sowie aus Interviews mit Lieferant:innen und Interessent:innen aus Sicht verschiedener Nutzer:innen-Archetypen diskutiert. Häufig genannte Anforderungen sind Mobilfreundlichkeit und selbsterklärende Benutzeroberflächen. Ein zur Veranschaulichung entworfener Prototyp, der das Potential einer mobilfreundlichen Softwarelösung aufzeigt, wurde in der Fokusgruppe positiv evaluiert.

Zur Realisierung der benötigten Funktionen wird eine Software-Infrastruktur aus mehreren miteinander vernetzten Komponenten (Service Mesh) favorisiert. Dadurch können bereits bestehende, ausgereifte Open-Source-Softwarelösungen für Funktionalitäten wie Aufgabenkoordination eingebunden werden, anstatt diese Funktionalitäten in spezialisierter FoodCoop-Software eigens zu implementieren. Nach einer Recherche wurden vier Softwares ausgewählt und evaluiert: Collectivo als Plattform, FoodCoopShop für Sammelbestellungen, Wekan als Aufgaben-Management-Tool und Luigi für die Automatisierung von Prozessen.

Das Umsetzungskonzept, das in diesem Projekt erarbeitet wurde, stellt eine Grundlage für die Weiterentwicklung hin zu einer zeitgemäßen und nutzer:innenfreundlichen FoodCoop-Softwarelösung dar.

Umsetzungsprojekt

Wir suchen derzeit (Jänner 2024) nach Mitwirkenden sowie einer Förderung bzw. Finanzierungsmöglichkeiten für ein Umsetzungsprojekt, um auf Grundlage des in unserer Vorstudie entworfenen Konzepts eine zeitgemäße Software-Infrastruktur für FoodCoops zu realisieren.

Projektteam (Vorstudie)

Praxispartner:innen

Kontakt

Fördergeber

Das Projekt FoodCoop 4.0 – Vorstudie wurde von der AK Steiermark im Rahmen des Projektfonds Arbeit 4.0 gefördert.